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„Alle außer Werk 1000“ Wie ein KI-Assistent Alltagssprache in SAP-Selektionen übersetzt

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SIGN, OPTION, LOW, HIGH – vier Felder, die jeder SAP-Anwender aus Selektionsbildern kennt. Der Assistent füllt sie jetzt für Sie aus.

Wer in SAP einen Report startet, füllt ein Selektionsbild aus: Datum von, Datum bis, Werk, Status. Hinter jedem dieser Felder steckt dieselbe Logik, die SAP seit Jahrzehnten verwendet – die sogenannte Range-Tabelle.

Genau diese Logik nutzen auch die AI-Funktionen des Milliarum AI Construction Kit. Der Unterschied: Niemand muss sie mehr von Hand ausfüllen. Sie stellen die Frage in Ihren Worten, der KI-Assistent – ob Claude oder der Milliarum Chatbot – baut die Selektion. Dieser Beitrag zeigt, wie das funktioniert – und warum es sich lohnt, die Grundregeln zu kennen.

Jede Filterbedingung besteht aus vier Angaben:

Feld Bedeutung Beispielwerte
SIGN Einschließen oder ausschließen I = include, E = exclude
OPTION Vergleichsoperator EQ gleich, NE ungleich, BT zwischen, LT kleiner, GT größer, LE/GE kleiner/größer gleich, CP Muster
LOW Einzelwert oder Untergrenze 1000, 20260101
HIGH Obergrenze bei Intervallen 20260331

Mehrere Bedingungen auf dasselbe Feld werden mit „oder“ verknüpft, Bedingungen auf verschiedene Felder mit „und“. Datumswerte stehen im Format JJJJMMTT.

Sie sagen … Der Assistent selektiert …
„im ersten Quartal 2026“ Belegdatum: I BT 20260101 – 20260331
„alle außer Werk 1000“ Werk: E EQ 1000
„über 50.000 Euro“ Nettowert: I GT 50000
„offene Aufträge“ Gesamtstatus: I EQ A oder I EQ B
„Kunden, die mit ‚Müller‘ beginnen“ Name: I CP Müller*

Aus einer Frage wie „offene Aufträge über 50.000 Euro im ersten Quartal, ohne Werk 1000“ werden so vier Bedingungen – in Sekunden und ohne Tippfehler im Selektionsbild.

In unserem S/4HANA-Demosystem haben wir den MCP-Konnektor/die Persona für Verkaufsbelege gefragt:

Welche offenen Kundenaufträge haben ihren Wunschliefertermin bereits überschritten?

Der Assistent hat daraus diese Selektion gebaut:

Feld SIGN OPTION LOW Bedeutung
Gesamtstatus I EQ A nicht bearbeitet
Gesamtstatus I EQ B teilweise bearbeitet
Wunschliefertermin I LT 20260928 vor dem heutigen Tag

Unter den Treffern: 16 überfällige Aufträge aus 2025 und 2026 mit zusammen 264.562 EUR Nettowert – dazu einige ältere Altfälle, die auf eine Bereinigung warten. Die Interpretation „offen = Status A oder B“ hat der Assistent selbst gewählt – und in seiner Antwort offengelegt. So bleibt nachvollziehbar, was genau abgefragt wurde.

Alltagssprache ist mehrdeutig. Ein guter Assistent fragt nach oder nennt seine Annahme. Drei Formulierungen, bei denen es sich lohnt, genau zu sein:

  • „Diesen Monat“ – Kalendermonat oder Buchungsperiode? Bei abweichendem Geschäftsjahr ist das nicht dasselbe.
  • „Offen“ – nicht beliefert, nicht fakturiert oder nicht bezahlt? Jede Lesart führt zu einem anderen Statusfeld.
  • „Über 10.000“ – netto oder brutto, in Belegwährung oder Hauswährung?

Die Faustregel: Je konkreter die Frage, desto präziser die Selektion. Wer Zeitraum, Organisationseinheit und Statusbegriff nennt, bekommt eine Antwort, die man ohne Rückfrage weitergeben kann.

  1. Zeitraum nennen: „Wunschliefertermin zwischen 1. und 30. Juni 2026“ statt „bald“.
  2. Ausschlüsse ausdrücklich formulieren: „ohne Werk 1000“ wird zu einem sauberen E-Eintrag.
  3. Statusbegriffe definieren: „offen im Sinne von nicht vollständig beliefert“.
  4. Um Offenlegung bitten: „Nenne die verwendeten Filter.“ So lässt sich jede Antwort prüfen.

Die Funktionen unterstützen Analyse und Entscheidungsvorbereitung. Ergebnisse hängen von Datenstand, Pflegequalität und Berechtigungen ab und sollten bei kritischen Sachverhalten im SAP-Quellsystem verifiziert werden.